From [ga] to [hih]

History and usage of the Hangeul writing system

Obschon unbestreitbar außergewöhnlich, ist das Schriftsystem Hangeul außerhalb des koreanischen Sprachraums eher unbekannt; schließlich ist die koreanische Sprache die weltweit einzige, die durch Hangeul visualisiert wird. Es ist für deren Phonetik und Sprachkonstruktion maßgeschneidert, umgesetzt in einer revolutionären, aber konsequenten Formensprache mit philosophischem Hintergrund sowie wissenschaftlichem und sozialpolitischem Anspruch.

Auf mehr als 300 Seiten ermöglicht das Buch eine Übersicht über diese und viele weitere Aspekte eines der jüngsten Schriftsysteme der Menschheit, dessen spannende Entwicklung sich anhand relativ konkreter Daten und Dokumente aufzeigen lässt. Zahlreiche Anmerkungen und Abbildungen konkretisieren die populärwissenschaftlichen Texte in englischer Sprache; im Vordergrund der Gestaltung steht stets die Einfachheit des koreanischen Alphabets.

Bachelorarbeit, betreut von Prof. Eva Kubinyi.

Um das Buch schlingt sich eine Banderole, die die an sich einfache Erscheinung aufwertet. Die offene Fadenheftung ähnelt im Aussehen der typisch koreanischen Bindung.

Schwer zu beschreibende Inhalte werden in einfach gehaltene »typografische Illustrationen« verpackt.

Alle 11.172 in Hangeul möglichen Silben werden im Silbenregister zusammen mit ihrer jeweiligen Transliteration und entsprechenden Unicode-Codepoints gelistet.

Das Buch nutzt eine Farbkodierung, um zwischen Transkriptionen sowie koreanischen und chinesischen Zeichen zu unterscheiden.

flurbericht

Prototypical first issue of a bookazine series

Indem Buch- und Magazin-Elemente geschickt miteinander verwoben werden, entsteht eine neue Art von Veröffentlichung, die der Vergänglichkeit des Magazins eine neue Wertigkeit entgegenstellt – ein Buch-Objekt, das sich gut im Regal oder auf dem Tisch macht. Gleichzeitig ist das Projekt aber als Reihe angelegt und bietet so die Möglichkeit, immer wieder neue Themen aufzugreifen.

Inhaltlich deckt Flurbericht die klassischen Wochenzeitungs-Rubriken ab – Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Natur –, die sich pro Ausgabe mit einem bestimmten Land beschäftigen. Den Start der Reihe macht das interessante, weil sich sozio-kulturell sehr vom Westen unterscheidende, Japan. So bietet Ausgabe 1 mehr als nur sachliche Berichte; zum Beispiel ein Portrait über einen der weltbesten Sushi-Köche, Reiseberichte spannender Locations sowie Interviews mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten.

Der inhaltliche Anspruch einer sachlichen, doch einfühlsamen Perspektive wird durch die Gestaltung gestützt: Der Einfachheit des Layouts werden typografische Akzente und detailreiche Illustrationen entgegengestellt, die einen Eindruck der betrachteten Region vermitteln. Besonderes Highlight ist der Bookazine-Umschlag, der sich zu einem A0-formatigen Plakat entfalten lässt, das, zumal ästhetisch ansprechend, einen Überblick über die Themen der Ausgabe bietet.

Gemeinsames Projekt mit Kai ter Horst und Simon Thiefes.

Das Cover zeigt bereits die sechs Farben, die jeweils für eine Rubrik genutzt werden.

Den Anfang jedes Artikels markiert eine illustrierte Doppelseite.

Texte und Illustrationen werden nicht vermischt; letztere sind im kompletten Bookazine um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht.

In der 230 Seiten starken Publikation findet sich genügend Raum für eine illustrierte Bildstrecke.

Workshop: Handsatz und Buchdruck

Schriftsatz als Handwerk

Händischer Schriftsatz reduziert die Möglichkeiten von Layout und Schriftauswahl deutlich mehr, als man es erwarten würde. Umso mehr lernt man, wenn man sich die Hände schmutzig macht und versucht, mit den einfachsten Design-Prinzipien schriftliche Kommunikation zu gestalten.

Die während des Workshops entstandenen Drucke (Gedanken zu Design und Kommunikation) wurden in bunt gemischten »Heftern« zusammengefasst.

Der Workshop wurde von Guillaume Goron geleitet.

Selbst entworfene Schriften wurden als Holzbuchstaben in Display-Größen mit den vorhandenen Bleilettern gemischt genutzt.

Da der Workshop ein Testlauf für das rundum überarbeitete Buchdruck-Atelier war, wurde auf einer Andruckpresse produziert.

Der Schriftbestand bot viele Display-Größen; die stärker gefragten Text-Größen waren nur spärlich vorhanden.

In eher klassischen Layouts wurden Gedanken und Äußerungen gedruckt, was gute Gestaltung ausmacht.

Didotesque

Entwicklung einer Stencil-Schrift

Basierend auf einer Analyse der Schrift-Klassiker Didot und Futura wurde eine systematische Stencil-Schrift entwickelt. Anfangs mit eigens zugeschnittenen Schablonen gezeichnet, wurde sie bald digitalisiert.

Als Specimen und Gestaltungsbeispiel entstand ein Wandkalender, der keine andere als die neu entwickelte Schrift nutzt.

Der Workshop wurde von Sandrine Nugue geleitet.

Die Schrift ist aus einfachen Formen zusammengesetzt, die aus einer Didot abgeleitet sind. Während der Entwicklung wurden die Buchstaben mit Hilfe selbst erstellter Schablonen handgezeichnet.

Die handgezeichneten Buchstaben ermöglichen einen ersten Blick auf die später digitalisierte Schrift.

Durch die Beschränkung auf lediglich acht Basis-Elemente war es notwendig, möglichst viele Buchstaben-Varianten zu entwickeln, um die geeignetsten Optionen zu finden.

Die digitale Version wurde beispielhaft für einen Wandkalender genutzt.

»Didotesque« funktioniert als Display-Schrift. In kleineren Größen verringert die fehlende Balance der Abstände inner- und außerhalb der einzelnen Zeichen die Leserlichkeit deutlich.

Systemschrift Schwitters

Implementierung eines von Kurt Schwitters enwickelten »optophonetischen« Alphabets

Aus der Analyse der »Systemschrift«, einem Entwurf eines neuen, revolutionären Alphabets des Künstlers und Typografen Kurt Schwitters, entwickelte sich eine Implementierung, die versucht, die komplexen aber systematischen Regeln der Schrift durch OpenType-Programmierung in eine handhabbare digitale Schrift zu gießen.

Letztendlich konnte die Implementierung nicht vollständig umgesetzt werden, da sich die auf Phonetik basierenden Regeln als zu komplex erwiesen. Nichtsdestotrotz mag es wohl die erste komplette Digitalisierung von Schwitters »optophonetischen« Zeichen sein, denn die verfügbare Schrift, »Architype Schwitters«, verfügt lediglich über das lateinische Alphabet als Zeichenvorrat.

Schwitters Idee war, die Klänge der Sprache durch systematisch abgeleitete, eindeutig zuzuordnende Zeichen darzustellen, und so eine Art phonetische Transkription zu schaffen.

Fluidon

Corporate Design für ein Ingenieurbüro

Nach vielen Jahren mit einem unveränderten Erscheinungsbild benötigte das Ingenieurbüro Fluidon, eine Ausgründung der RWTH Aachen, ein modernes und zweckmäßiges Corporate Design.

Durch Beibehalten der »Ingenieursfarbe« Blau und einer Überführung des alten Logos in ein neues, zeitgemäßes Signet fand eher eine sanfte Erneuerung statt eines heftigen Umbruchs statt. Das neue Erscheinungsbild zeichnet sich durch die durchgehende Nutzung der Schriften Frutiger Neue und Frutiger Serif sowie eines medienübergreifenden Gestaltungselements aus.

http://fluidon.com

Während Frutiger Neue als Logo-Type und für statische Elemente genutzt wird, wird Frutiger Serif als Pendant in Fließtexten eingesetzt.

Im Zuge der Neuentwicklung wurden unter anderem Briefpapier, Bücher, Schreibblöcke, Wandkalender, Visitenkarten und eine Internetseite gestaltet.

Eine funktionale Präsentationsvorlage war besonders wichtig, da Fluidon vor allem beratend tätig ist.

Dodi Serif

klassifikations-orientierte Schriftentwicklung

Neu entwickelte Schriften beanspruchen in dem meisten Fällen, innovativ oder sogar einzigartig zu sein – und trotzdem gibt es so viele Typen, die die gleichen Charakteristika aufweisen und für die gleichen Einsatzgebiete vorgesehen sind.

Die Entwicklung von »Dodi Serif« startete mit einer Analyse bestehender Schriften und einer Suche nach »Lücken«, wenn man diese nach Stil und Form aufteilt. So wurde bald klar, dass die Kategorie der humanistischen Schriften mit eckiger Grundform nur wenige Einträge enthält; also versucht »Dodi Serif«, diese Lücke zu füllen.

»Dodi Serif« kann als humanistische Grotesk mit eckigen Grundformen klassifiziert werden. Obwohl sie in der Breite nicht komplett ausgearbeitet ist, funktioniert sie gut als Textschrift.

Die Schrift bietet einen guten Grauwert, sodass sie sich auch für längere Texte und die Verwendung in Büchern eignet.

diploma-ac.de

Präsentations-Website der Abschlussarbeiten am Fachbereich Gestaltung der FH Aachen University of Applied Sciences

Entsprechend dem neuentwickelten Corporate Design der FH Aachen wurde die Website für Abschlussarbeiten des Fachbereichs Gestaltung 2013 komplett überarbeitet.

Im Mittelpunkt der Gestaltung stehen die individuellen Projekte, die auf der Website dem interessierten Betrachter vorgestellt werden. Die Website bietet zuschaltbare Funktionen, wie z.B. das Verschlagworten der Arbeiten, die Verknüpfung anhand der beteiligten Personen und reservierte Fläche für die Ankündigung der zugehörigen, halbjährlichen Ausstellung.

http://diploma-ac.de

Der Fokus der Internetseite liegt ganz klar auf den Arbeiten der Studierenden.

Stadtverkehr

Redesign eines Fachmagazins für öffentlichen Nahverkehr

Die Sache mit Fachmagazinen ist die, dass die meisten zwar bis zum Rand mit hochwertigem Inhalt gefüllt sind, das Aussehen aber oft das Gegenteil vermuten lässt. So verhält es sich auch mit »Stadtverkehr«, einem der wenigen Branchenmagazine des öffentlichen Nahverkehrs.

Während der Neugestaltung wurde besonders darauf geachtet, die speziellen Anforderungen einer solchen Veröffentlichung, wie z.B. große Tabellen, Karten und technische Anmerkungen, schon in der grundlegenden Gestaltung zu berücksichtigen. Herausgekommen ist ein leichtes, modernes Layout das genug Flexibilität bietet, um sowohl lange, wissenschaftliche Texte sowie auch bildlastige Artikel gut zu präsentieren.

Die Umschlaggestaltung greift die Farben gelb und rot aus dem bisherigen Signet auf. So wird die Fortführung des qualitativ hochwertigen Inhalts der bisherigen Magazinreihe verdeutlicht.

Wichtiger Bestandteil des Layouts ist eine seitliche Spalte, die nur für Anmerkungen und Erklärungen genutzt wird, die in solcherlei Veröffentlichungen häufig nötig sind.

mordhorst products

Umsetzung einer B2B-Website

mordhorst products GmbH ist ein deutscher Mittelständler, der Rohre und Ventile für die industrielle Anwendung herstellt. Da die Produkte voll an Kundenwünsche anpassbar sind, war es besonders wichtig, die komplexen Bestellformulare übersichtlich und funktional zu gestalten.

Gemeinsames Projekt mit Simon J. Wolf.

http://mordhorstproducts.com

Hauptziel der Internetseite ist es, den Betrachter über die Produkte zu informieren und den Kontakt zum Hersteller so einfach wie möglich zu machen..

ecurieAix

Neue Erscheinungsbild für das Formula Student Team der RWTH Aachen University

Es gibt wohl keine bessere Umgebung für einen studentischen Rennstall als eine der besten Ingenieurs-Hochschulen Europas. Unglücklicherweise beweisen die meisten Ingenieure ein deutlich besseres Händchen für technische als für visuelle Aspekte.

Die Entwicklung des neuen Corporate Designs, das das recht frische Erscheinungsbild der RWTH Aachen aufgreift, wurde also auf Kleidung, eine neue Website und hochwertige Fotografien ausgedehnt, um das Team nach außen angemessen darstellen zu können.

Gemeinsames Projekt mit Vera Heckmann und Niklas Geller.

http://ecurie-aix.rwth-aachen.de

Im Styleguide sind nützliche Informationen zur Umsetzung des neuentwickelten Corporate Design hinterlegt, mit denen selbst Laien arbeiten können.

Es wurden zwei Logo-Varianten entwickelt: die Wortmarke eignet sich für den Einsatz in kleinen Größen und wird durch eine Wort-Bild-Marke ergänzt, die die charakteristische Silhouette des Rennautos aufgreift.

CorneliusCup ’12

Plakat-Gestaltung für ein Jugend-Fußballturnier

Das von einer Kirchengemeinde organisierte Fußballturnier »CorneliusCup« fand 2012 zum zweiten Mal statt. Zusätzlich zu den verschickten Einladungen wurden im ganzen Bistum Plakate aufgehängt.

Im Mittelpunkt der Plakate steht die Grundlage jedes Fußballspiels – der Rasen, auf dem gespielt wird.

Die Texte sehen aus, als seien sie aus einem Stück Rasen ausgeschnitten worden.

Das Plakat für die anschließende Party wurde analog gestaltet.